Ablauf, Vorbereitung und typische Messpunkte der transkutanen Sauerstoffpartialdruckmessung.
Eine Sonde wird mit einem Fixierring auf die Haut gesetzt und erwärmt die Messstelle auf 44 °C. Dadurch weiten sich die Kapillaren, und Sauerstoff diffundiert aus dem gut durchbluteten Gewebe durch die Haut zur Sonde. Diese bestimmt den Sauerstoffpartialdruck in mmHg.
Der tcpO2-Wert zeigt damit, wie gut das Gewebe an genau dieser Stelle mit Sauerstoff versorgt wird – eine Aussage, die Pulsoxymetrie oder Doppler allein nicht liefern. Gerade bei Diabetikern mit Mediasklerose, bei denen der Knöchel-Arm-Index oft nicht verwertbar ist, ist das ein entscheidender Vorteil.
Wie die optische Sonde misst →
Am Beispiel des PRÉCISE 8001.
Die Sondenposition richtet sich nach Fragestellung und Wundlokalisation.
Die Normwerte hängen von der Messstelle ab. Am Fußrücken liegen sie bei 40–50 mmHg. Ein tcpO2-Wert unter 30 mmHg am liegenden Patienten gilt als Grenzwert für eine kritische Ischämie, unter 10 mmHg ist die Heilungsprognose sehr schlecht.
Bleibt beim Wechsel der Beinposition ein Anstieg des tcpO2-Wertes aus, erhöht das die Sicherheit beim Erkennen einer kritischen Ischämie.
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